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Tarot-Legung: Kündigen oder bleiben?

Eine reflektierende Tarot-Legung für die Frage, ob du kündigen oder bleiben solltest – ergänzt durch Fakten, Zahlen und konkrete nächste Schritte.
Du öffnest morgens den Laptop oder gehst zur Arbeit und spürst bereits Widerstand. Gleichzeitig sprechen Gehalt, Sicherheit, Kollegium oder fehlende Alternativen dafür, vorerst zu bleiben. Zwischen Erschöpfung und Sorge vor einer vorschnellen Kündigung wird es schwer, die eigene Lage nüchtern einzuschätzen.
Dieser innere Konflikt kostet Kraft und kann dazu führen, dass du entweder impulsiv handelst oder eine belastende Situation unnötig lange hinnimmst. Dieser Leitfaden verbindet eine Tarot-Legung zur Selbstreflexion mit einer sachlichen Prüfung deiner Arbeitsbedingungen, Finanzen und Handlungsmöglichkeiten.
Persönliche Deutung
Berufliche Entscheidungen werden mit deinem Kontext klarer
Beschreibe den Kontext und erhalte eine personalisierte Analyse von Faktoren, Risiken und dem nächsten Schritt bei Arbeit oder Geld.
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Zuerst Fakten und Zahlen prüfen
Bevor du Karten ziehst, halte fest, was konkret für das Bleiben und was für eine Kündigung spricht. Trenne beobachtbare Tatsachen von Befürchtungen und Hoffnungen.
- Welche Aufgaben, Arbeitszeiten und Bedingungen belasten dich konkret?
- Was funktioniert im aktuellen Job weiterhin gut?
- Wie hoch sind deine regelmäßigen Ausgaben und finanziellen Rücklagen?
- Welche realistischen Alternativen kannst du derzeit prüfen?
- Wäre eine interne Veränderung, ein Gespräch oder eine vorübergehende Entlastung möglich?
Bei finanziellen, arbeitsrechtlichen oder gesundheitlichen Risiken sollte eine Tarot-Legung keine fachliche Beratung ersetzen. Prüfe wichtige Folgen einer Kündigung mit einer geeigneten Beratungsstelle. Bei Gewalt, Drohungen oder Kontrolle haben Sicherheit, Abstand und professionelle Unterstützung Vorrang.
Eine Tarot-Legung zur beruflichen Standortbestimmung
Tarot kann deine Gedanken ordnen und innere Widersprüche sichtbar machen. Die Karten liefern jedoch keine gesicherten Aussagen über deinen Arbeitgeber, keine Diagnose und keine Vorhersage darüber, wie sich deine berufliche Zukunft entwickeln wird.
- Karte 1 – Meine aktuelle Belastung: Was beansprucht mich im Arbeitsalltag besonders?
- Karte 2 – Mein Grund zu bleiben: Welches Bedürfnis oder welcher Wert bindet mich an diese Stelle?
- Karte 3 – Mein Wunsch nach Veränderung: Was möchte ich beruflich nicht länger zurückstellen?
- Karte 4 – Mein Handlungsspielraum: Welche Möglichkeit habe ich bisher zu wenig beachtet?
- Karte 5 – Mein nächster überprüfbarer Schritt: Was kann ich konkret klären, berechnen oder anstoßen?
Notiere zu jeder Karte zunächst deine spontane Reaktion. Ergänze anschließend mindestens einen überprüfbaren Fakt. So bleibt die Legung mit deiner tatsächlichen Situation verbunden.
Bleiben, verändern oder den Ausstieg vorbereiten
Die Entscheidung besteht nicht immer nur aus sofortigem Bleiben oder Kündigen. Ordne deine Möglichkeiten in drei Bereiche:
- Bleiben und beobachten: Definiere, welche Bedingungen sich ändern müssten und woran du eine Verbesserung erkennen würdest.
- Im Job etwas verändern: Bereite ein Gespräch über Aufgaben, Arbeitsumfang, Zuständigkeiten oder Entwicklungsmöglichkeiten vor.
- Den Wechsel vorbereiten: Aktualisiere Unterlagen, prüfe Stellenangebote und erstelle einen finanziell tragfähigen Plan, bevor du handelst.
Ein Gespräch sachlich vorbereiten
Wenn ein Gespräch sicher und sinnvoll erscheint, formuliere dein Anliegen anhand konkreter Situationen. Statt pauschal zu sagen, dass alles zu viel sei, benenne die Aufgabe, die Auswirkung und die gewünschte Veränderung.
Eine mögliche Struktur lautet: „Mir fällt auf, dass … Das führt bei mir zu … Ich möchte deshalb besprechen, ob …“ Lege vorher fest, welche Grenze für dich wichtig ist und welche Alternative du verfolgen möchtest, falls keine tragfähige Lösung entsteht.
Warnzeichen bei der Entscheidungsfindung
- Du ziehst immer wieder Karten, bis die gewünschte Antwort erscheint.
- Du deutest jede Karte als Aufforderung zur sofortigen Kündigung.
- Du blendest Vertrag, Einkommen, Rücklagen oder fachlichen Rat aus.
- Du wartest auf völlige Gewissheit, statt einen kleinen prüfbaren Schritt zu gehen.
- Du setzt dich trotz Drohungen, Gewalt oder massiver Kontrolle weiter einer unsicheren Situation aus.
Aus der Legung einen Arbeitsplan machen
- Schreibe die wichtigsten Aussagen der Legung in eigenen Worten auf.
- Markiere, was davon eine Wahrnehmung und was ein überprüfbarer Fakt ist.
- Berechne deine finanzielle Ausgangslage ohne optimistische Annahmen.
- Wähle eine konkrete Handlung: Gespräch vorbereiten, Beratung suchen, Bewerbungsunterlagen aktualisieren oder eine Grenze setzen.
- Bestimme einen ruhigen Zeitpunkt, an dem du deine Notizen und die neuen Informationen erneut prüfst.
Häufige Fragen zur Tarot-Legung bei einer Jobentscheidung
Kann Tarot sagen, ob ich kündigen soll?
Tarot kann keine verbindliche Entscheidung treffen. Eine Legung kann dir helfen, Bedürfnisse, Ängste und Handlungsmöglichkeiten zu reflektieren. Vertragliche, finanzielle und gesundheitliche Aspekte solltest du unabhängig davon prüfen.
Was mache ich, wenn die Karten widersprüchlich wirken?
Behandle den Widerspruch als Hinweis auf deinen inneren Konflikt. Notiere, welcher Teil von dir bleiben möchte und welcher Veränderung sucht. Ziehe nicht sofort weitere Karten, sondern gleiche beide Seiten mit konkreten Fakten ab.
Welche Frage eignet sich besser als „Soll ich kündigen?“
Hilfreicher sind offene Fragen wie: „Was brauche ich, um diese Entscheidung verantwortungsvoll zu treffen?“ oder „Welche Information fehlt mir noch?“ Sie richten den Blick auf deinen Handlungsspielraum statt auf eine vorgegebene Antwort.
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